FV Blau-Weiss Stahl Freital - ESV L...

Heidenauer SV
VS
FV Blau-Weiß Stahl Freital
Oktober 20, 2018 | 15:00
Am Sportforum 1, 01809 Heidenau

Über das Spiel

 

Stahl im Landespokalachtelfinale

In der 3. Pokalrunde ging es auf Reisen zu den Eisenbahnern von Lok Zwickau, welche aktuell den 4. Platz in der Landesklasse West belegen. Die Partie fand auf einem Rasenplatz statt, welcher, den trockenen Witterungsverhältnissen geschuldet, schon sehr lange keinen Tropfen Wasser mehr gesehen hatte und hart wie Beton war.

Unsere Stahlelf versuchte trotzdem, den Ball laufen zu lassen, um so gegen die Gastgeber spielerisch ein Übergewicht herzustellen, doch ehe man sich an die Platzverhältnisse gewöhnen konnten, stand es bereits 1:0 (9.). Eine Flanke von links und Neuper brauchte nur noch den Fuß hinzuhalten. Stahl versuchte weiter, spielerisch Lösungen zu finden, was sich auf dem holprigen Boden jedoch äußerst schwierig gestaltete. So war es eine Einzelaktion, die das gewünschte Erfolgserlebnis brachte: Ruß schnappte sich halblinks den Ball, schüttelte seinen Gegenspieler ab und schloss aus der Distanz zum 1:1 ins Zwickauer Tor ab (33.).

In der Halbzeit wurde das Konzept für dieses Spiel von Trainer Wagner ad acta gelegt und die Parole Kick and Rush ausgegeben, da ans Fussballspielen bei diesen Bodenverhältnissen nicht zu denken war. Mit der ersten halbwegs gefährlichen Aktion führten jedoch erneut die Gastgeber, da die Kette der Gäste bei einem Steilpass ungeordnet stand und Kretschmar bei seinem anschließenden Alleingang vor Beer die Nerven behielt (55.). Dass dies noch nicht die Entscheidung sein sollte, konnte man in der Folgezeit erahnen. Minütlich kamen die Gäste besser ins Spiel. Als Reichel einen vom Zwickauer Torhüter zu kurz abgewehrten Schuss zum 2:2 über die Torlinie beförderte (63.), stand der Weg ins Achtelfinale wieder weit offen. Jetzt war es nur eine Frage der Zeit, wann eine der vielen Tormöglichkeiten genutzt werden würde, doch weder ein Lattentreffer nach Kopfball von Treuner, selbiger allein vorm Tor, noch Laspe per Foulstrafstoss (85.) schafften es in der regulären Spielzeit.

Es ging also in die Verlängerung. Von den Gastgebern war nichts mehr zu sehen, denn sie schienen mit ihren Kräften am Ende. Ein weiter Einwurf von Ruß, dem besten Freitaler an diesem Tag, wurde von Zimmermann per Kopf zum eingewechselten Rehn verlängert, welcher am zweiten Pfosten per Kopf die 3:2-Führung markierte (109.). In den verbleibenden Minuten spielte Freital die Führung ruhig aus und verpasste es dabei nur, einen der Angriffe erfolgreich abzuschließen. Schrecksekunde dann in der 115. Minute, als Torhüter Steffen Beer vom Zwickauer Mitscherling ohne Chance auf den Ball so schwer verletzt wurde, dass er noch am Abend mit Verdacht auf eine schwere Knieverletzung ins Krankenhaus musste. Auf eine Entschuldigung von Zwickauer Seite wartete er vergebens. Reichel machte dann in der Schlussminute alles klar, als er einen von mehreren Kontern erfolgreich zum hochverdienten 4:2-Endstand abschloss. Diesen könnte die Mannschaft allerdings mit einem hohen Preis bezahlen, da es im heutigen Spiel neben Beer auch Tiede und König erwischte, welche beide knieverletzungsbedingt länger ausfallen könnten.

Die Freitaler ziehen damit in die Runde der letzten 16 ein und erwarten mit Spannung die Auslosung am morgigen Montagnachmittag (17 Uhr), die hoffentlich einen namenhafteren Gegner bringt.

 

Stahl Freital: Beer (120. Mann) - Wittek, Tiede, Laspe, Liebmann - König (32. Witzmann), Reichel, Ruß, Preißiger, Treuner (75. Rehn) - Zimmermann

 

Tore: 1:0 Neuper (9.), 1:1 Ruß (33.), 2:1 Kretschmar (55.), 2:2 Reichel (63.), 2:3 Rehn (109.), 2:4 Reichel (120.)

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